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Transfercodes erklärt

Gebührenoptionen OUR, SHA und BEN: Was sie für Überweisungen bedeuten

Zuletzt aktualisiert: 2026-10-16

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Auf dieser Seite
  1. Was OUR, SHA und BEN bedeuten
  2. Wie der Code aussieht und wo Sie ihn finden
  3. Die zugehörigen Codes im Überblick
  4. Wann die Wahl relevant ist — und wann nicht
  5. Häufige Irrtümer und Folgen einer falschen Wahl
  6. Wie Gebühren bei Überweisungen mit Coinepay gehandhabt werden
  7. FAQ
  8. Ähnliche Anleitungen

Wenn Sie Geld ins Ausland senden, werden Sie möglicherweise gefragt, wer die Bearbeitungsgebühren tragen soll, die Banken auf dem Überweisungsweg erheben. Diese Wahl wird üblicherweise durch einen von drei Codes ausgedrückt: OUR, SHA oder BEN. Die Codes stehen nicht für drei feste Gebührenbeträge. Sie legen fest, welche Partei die Gebühren trägt. Eine falsche Wahl ist ein häufiger Grund dafür, dass beim Empfänger weniger ankommt als erwartet. Dieser Artikel erklärt, was die einzelnen Codes bedeuten, wo sie erscheinen, wann sie relevant sind und wie Gebühren gehandhabt werden, wenn Sie mit Coinepay Geld senden.

Was OUR, SHA und BEN bedeuten

Diese Codes werden in der Zahlungsnachricht übermittelt, die Banken untereinander austauschen. Jeder Code teilt den beteiligten Banken mit, wer die Transaktionsgebühren tragen soll.

  • OUR — der Absender zahlt sämtliche Gebühren. Der Zahler wird angewiesen, alle Transaktionsgebühren zu tragen, auch die von Banken auf dem Überweisungsweg und von der Bank des Empfängers erhobenen Gebühren. Ziel ist, dass der Begünstigte den vollen Betrag erhält.
  • SHA — die Gebühren werden geteilt. Der Zahler trägt die Gebühren auf der sendenden Seite, der Zahlungsempfänger die Gebühren auf der empfangenden Seite. „Geteilt“ bedeutet nicht, dass die Gebühren genau im Verhältnis 50:50 aufgeteilt werden; jede Seite zahlt lediglich ihren eigenen Anteil.
  • BEN — der Begünstigte zahlt. Der Zahlungsempfänger wird angewiesen, alle Transaktionsgebühren zu tragen, möglicherweise auch die Gebühr der sendenden Bank. Der gutgeschriebene Betrag kann daher niedriger sein als der gesendete Betrag.

SHA ist bei gewöhnlichen internationalen Überweisungen die häufigste Standardeinstellung. OUR wird oft gewählt, wenn der Absender zugesagt hat, einen genauen Betrag zu übermitteln — beispielsweise um eine Rechnung vollständig zu begleichen.

Wie der Code aussieht und wo Sie ihn finden

In einer Zahlungsnachricht im älteren SWIFT-Format MT103 steht die Gebührenanweisung in Feld 71A und lautet einfach OUR, SHA oder BEN. Im neueren Standard ISO 20022 heißen die entsprechenden Gebührenträger-Codes DEBT (Schuldner/Absender zahlt), SHAR (geteilt) und CRED (Gläubiger/Begünstigter zahlt). Die Übergangsphase von SWIFT, in der ältere MT-Nachrichten und ISO-20022-Zahlungsanweisungen für grenzüberschreitende Zahlungen parallel verwendet wurden, endete am 22. November 2025. Die ältere Bezeichnung 71A kann daher noch in Bankunterlagen und Benutzeroberflächen auftauchen, während sich die ISO-Codes als Standard durchsetzen.

Ein frei erfundenes Beispiel dafür, wie ein Überweisungsdatensatz aussehen könnte:

71A: OUR — Begünstigter: Jordan Rivera — Verwendungszweck: INV-2026-0042 (fiktiv, nur zur Veranschaulichung)

Wenn Sie eine Überweisung einrichten, wird Ihnen die Wahl normalerweise in verständlicher Sprache angezeigt — etwa als „Wer zahlt die Gebühren?“ — und nicht als bloßer Code. Auf Kontoauszügen oder Zahlungsavisen kann der Code selbst neben den Zahlungsdetails stehen.

Die zugehörigen Codes im Überblick

MT 71AISO 20022Wer die Gebühren trägtTypische Verwendung
OURDEBTAbsender zahlt alle GebührenEine Rechnung vollständig begleichen; einen genauen Betrag übermitteln
SHASHARJede Seite zahlt ihre eigenen GebührenAllgemeine Standardeinstellung bei vielen Banküberweisungen
BENCREDBegünstigter zahlt alle GebührenWenn der Empfänger zustimmt, die Kosten zu tragen
—SLEVRichtet sich nach den Regeln des Zahlungssystems bzw. der ServiceebeneZahlungen nach den Regeln eines Zahlungssystems, etwa SEPA

Beachten Sie, dass SLEV keine andere Schreibweise für OUR, SHA oder BEN ist. Es bedeutet, dass sich die Gebühren nach den geltenden Regeln der Serviceebene oder des Zahlungssystems richten. Bei SEPA-Überweisungen erlauben die Kunden-Bank-Leitlinien des European Payments Council nur SLEV, wenn ein Gebührenträger-Element angegeben wird. Eine SEPA-Überweisung sollte daher nicht als freie Wahl zwischen den drei Codes dargestellt werden.

Wann die Wahl relevant ist — und wann nicht

Der Gebührencode ist vor allem bei herkömmlichen SWIFT-Überweisungen relevant, die über eine oder mehrere Korrespondenzbanken laufen können. Wenn zwischen der sendenden und der empfangenden Bank keine direkte Verbindung besteht, wickeln zwischengeschaltete Banken die Zahlung ab. Jede von ihnen — ebenso wie die empfangende Bank — kann eine eigene Gebühr erheben. Der Code teilt diesen Banken mit, welchem Konto die Gebühren belastet werden sollen.

In mehreren Regionen ist die Wahl gesetzlich eingeschränkt:

  • Innerhalb der EU verlangt die Zahlungsdiensterichtlinie 2 (Artikel 62 Absatz 2), dass jede Seite die von ihrem eigenen Zahlungsdienstleister erhobenen Gebühren zahlt, wenn beide Zahlungsdienstleister dort ansässig sind — OUR oder BEN können dies nicht einfach außer Kraft setzen. Artikel 81 verlangt zudem grundsätzlich, dass der volle Betrag ohne Abzüge überwiesen wird. Der Zahlungsempfänger und sein Zahlungsdienstleister können jedoch vor der Gutschrift einen klar ausgewiesenen Abzug vereinbaren.
  • Im Vereinigten Königreich ordnet Regulation 66(2) der Payment Services Regulations 2017 die Gebühren des jeweiligen Zahlungsdienstleisters ebenfalls dessen eigenem Kunden zu, wenn beide Zahlungsdienstleister im Vereinigten Königreich ansässig sind. Dies ist keine pauschale Regel für jede Überweisung vom Vereinigten Königreich ins Ausland.
  • Bei erfassten Geldtransfers aus den USA ins Ausland muss der Anbieter die Gebühren, den Wechselkurs und den voraussichtlich beim Empfänger ankommenden Betrag offenlegen und gegebenenfalls darauf hinweisen, dass ausländische Steuern oder Gebühren noch abgezogen werden können. Diese Offenlegungspflicht verpflichtet nicht jeden Anbieter, alle drei Codes anzubieten.

Für die Praxis heißt das: Der Code ist hauptsächlich bei herkömmlichen Überweisungen über Korrespondenzbanken relevant. Selbst dann können die Regeln des örtlichen Zahlungssystems oder gesetzliche Vorschriften das Ergebnis vorgeben.

Häufige Irrtümer und Folgen einer falschen Wahl

  • Anzunehmen, dass OUR den vollen Betrag garantiert. OUR ist eine Anweisung, keine bedingungslose Garantie. Eine zwischengeschaltete oder empfangende Bank unterstützt oder befolgt sie möglicherweise nicht. Die Anweisung kann auch verloren gehen, wenn eine Zahlung in ein lokales Zahlungssystem übergeht.
  • Von einer geringeren Gutschrift bei SHA oder BEN überrascht zu sein. Gebühren, die auf dem Überweisungsweg vom Betrag abgezogen werden, sowie eine Gebühr der empfangenden Bank können die endgültige Gutschrift verringern. Bei BEN ist dies zu erwarten; bei SHA ist eine Gebühr auf der empfangenden Seite normal.
  • Zu vergessen, dass auch bei Rücküberweisungen weniger zurückkommen kann. Wird eine Zahlung zurücküberwiesen, können Bearbeitungs- und Korrespondenzbankgebühren bereits abgezogen worden sein, bevor das Geld zurückkommt.
  • Gebühren mit der Währungsumrechnung zu verwechseln. Ein Wechselkurs oder eine Umrechnungsgebühr beeinflusst den Betrag, den der Empfänger erhält, unabhängig von der Wahl des Gebührenträgers. Ein „fehlender“ Betrag ist nicht immer eine Gebühr.

Eine wichtige Einschränkung: Allein anhand des Codes lassen sich weder der genaue Weg über Korrespondenzbanken noch die einzelnen Gebühren Dritter, die Befolgung der OUR-Anweisung durch jede Bank oder der endgültig gutgeschriebene Betrag bestimmen. Maßgeblich für einen bestimmten Überweisungsweg sind das Angebot des sendenden Anbieters und die Bedingungen der empfangenden Bank.

Wie Gebühren bei Überweisungen mit Coinepay gehandhabt werden

Coinepay Global Remittance soll dies einfacher machen als bei einer herkömmlichen Banküberweisung. Statt Sie über Korrespondenzbankgebühren im Unklaren zu lassen, zeigt Coinepay Wechselkurs und Gebühren deutlich an, bevor Sie eine Überweisung bestätigen. Zudem können Sie den Status jeder Überweisung bis zur Auszahlung verfolgen. Sie können Geld in jedes Land und jede Region senden, mit Ausnahme von Ländern und Regionen, die umfassenden Sanktionen unterliegen. Die Auszahlung ist per Gutschrift auf ein Bankkonto, mobile Wallet (zum Beispiel UPI, GCash, Maya, M-Pesa, bKash, JazzCash oder GoPay) oder Bargeldabholung möglich.

So senden Sie Geld:

  1. Registrieren Sie sich in der Coinepay-App oder im Dashboard und schließen Sie die Identitätsprüfung (KYC) ab. Laden Sie die App aus dem App Store oder von Google Play herunter.
  2. Wählen Sie das Zielland, die Auszahlungsmethode und die Währung.
  3. Prüfen Sie den Wechselkurs, die Gebühren und den Betrag, den der Empfänger erhalten wird. Diese Angaben werden angezeigt, bevor Sie bestätigen.
  4. Bestätigen Sie die Überweisung und verfolgen Sie ihren Status bis zum Abschluss.

Da die Kosten im Voraus angezeigt werden, müssen Sie das Ergebnis einer OUR-, SHA- oder BEN-Anweisung nicht im Nachhinein nachvollziehen. Überweisungen unterliegen der Identitätsprüfung, der Sanktionsprüfung und den örtlichen Vorschriften. Coinepay kann Nachweise anfordern, etwa zum Verwendungszweck oder zur Herkunft der Gelder. Wenn Sie nicht sicher sind, welche Gebührenregelung für eine bestimmte Auszahlung gilt, kontaktieren Sie den Coinepay-Support oder das Team über Telegram, bevor Sie Geld senden.

Wenn Sie auch Zahlungen an Lieferanten im Ausland leisten müssen, unterstützt Coinepay internationale Handelszahlungen in den lokalen Währungen Ihrer Geschäftspartner mit regelkonformen Transaktionsaufzeichnungen. Mehr erfahren Sie auf der Coinepay-Startseite.

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FAQ

Garantiert OUR, dass mein Empfänger den vollen Betrag erhält?

Nein. OUR weist an, dass der Absender alle Gebühren trägt, ist aber keine bedingungslose Garantie. Eine zwischengeschaltete oder empfangende Bank unterstützt oder befolgt die Anweisung möglicherweise nicht. Sie kann auch verloren gehen, wenn eine Zahlung in ein lokales Zahlungssystem übergeht. Prüfen Sie die Bedingungen für den jeweiligen Überweisungsweg.

Bedeutet SHA, dass die Gebühren 50:50 aufgeteilt werden?

Nein. Bei SHA zahlt der Absender die Gebühren auf der sendenden Seite und der Empfänger die Gebühren auf der empfangenden Seite. Jede Seite trägt lediglich ihren eigenen Anteil; eine hälftige Aufteilung ergibt sich dabei nur selten.

Was bedeuten DEBT, CRED und SHAR?

Das sind die Gebührenträger-Codes nach ISO 20022, die den älteren Werten aus MT-Feld 71A entsprechen: DEBT entspricht OUR, CRED entspricht BEN und SHAR entspricht SHA. SLEV ist ein separater Code und bedeutet, dass sich die Gebühren nach den Regeln des Zahlungssystems oder der Serviceebene richten.

Kann ich bei einer Überweisung mit Coinepay OUR, SHA oder BEN wählen?

Coinepay zeigt Wechselkurs und Gebühren deutlich an, bevor Sie eine Überweisung bestätigen. So sehen Sie die Kosten im Voraus, statt einen Bankgebührencode auszuwählen. Wenn Sie Fragen zu den Gebühren einer bestimmten Auszahlung haben, kontaktieren Sie vor dem Senden den Coinepay-Support.

Warum hat mein Empfänger weniger erhalten, als ich gesendet habe?

Bei SHA oder BEN können auf dem Überweisungsweg abgezogene Gebühren und eine Gebühr der empfangenden Bank die Gutschrift verringern. Auch eine Währungsumrechnungsgebühr kann den Betrag unabhängig vom Gebührencode reduzieren. Bei Coinepay werden die Gebühren und der Betrag für den Empfänger angezeigt, bevor Sie bestätigen.

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